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Aareal Bank "strong buy"


14.11.2008
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der Aareal Bank (ISIN DE0005408116 / WKN 540811) mit dem Rating "strong buy" ein.

Unter dem Strich habe Aareal 15 Mio. EUR verdient und die Schätzungen getroffen. In 2007 hätten Veräußerungsgewinne (z.B. Immobilien Scout) den Überschuss auf 183 Mio. EUR aufgebläht. Vor Steuern habe der Gewinn bei 31 Mio. EUR (über Erwartung) gelegen. Die Finanzkrise habe sich in Q3 in einem überschaubaren Ausmaß niedergeschlagen. Eine Anleihe von Lehman Brothers habe mit 7 Mio. EUR abgeschrieben werden müssen. Auf Aktienbestände seien Wertberichtigungen in Höhe von 15 Mio. EUR angefallen. Das Finanzanlageergebnis habe 37 Mio. EUR im Minus gelegen, das Handelsergebnis habe ein Plus von 25 Mio. EUR erreicht.

Aareal habe, wie einige andere Häuser, von den jüngst gelockerten Bilanzierungsregeln Gebrauch gemacht. Dadurch hätten sie sich weitere Belastungen von 17 Mio. EUR in der GuV-Rechnung und weitere 39 Mio. EUR in der Neubewertungsrücklage erspart. Allerdings habe Aareal betont, dass sie das 3. Quartal auch mit einem Gewinn abgeschlossen hätte, wenn sie nicht davon Gebrauch gemacht hätte.

Da zum einen die Krise unvermindert anhalte und die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen sich weiter verschlechtern würden, habe Aareal ihre Prognose für das Gesamtjahr gestrichen. Die dramatischen Marktverwerfungen seit September würden zeigen, dass im "derzeitigen Umfeld verlässliche Prognosen für das Gesamtjahr 2008 nicht möglich seien". Das Haus sehe sich nach wie vor gut aufgestellt, und das operative Geschäft verlaufe bislang planmäßig. Die Kernkapitalquote liege bei 8,0% per Ende September.


Die Aareal habe mit den Q3-Daten angesichts der verschärften Finanzkrise nach wie vor ein recht solides Ergebnis präsentiert. Natürlich habe die Anwendung der neuen Bilanzierungsregel geholfen (angesichts der Illiquidität "normaler" Marktsegmente völlig verständlich), aber operativ habe Aareal - entgegen Markterwartungen - auch in Q3 überzeugen können. Zins- und Provisionsüberschuss hatten über dem Vorjahr und über der Erwartung gelegen. Die Risikovorsorge sei unverändert gewesen. Das Geschäftsmodell sei intakt: Allein die Tatsache, dass noch "keine Entscheidung über die Dividende" gefallen sei, beweise, dass derzeit sehr vieles von der Atmungsfähigkeit der Geld- und Kapitalmärkte, und damit von der Bewertbarkeit von Wertpapieren, abhänge.

Die Liquiditäts- und Kapitalausstattung sei unverändert solide und die Bank weise eine hohe Kosteneffizienz auf (in Q3 Restrukturierungsrückstellung von 8 Mio. EUR zur Verbesserung der Effizienz). Der Bereich Consulting/Dienstleistungen stelle eine stabile Ertragssäule dar.

Die Aareal Bank habe ihr 2008er Gewinnziel aufgegeben. Angesichts der anhaltenden Finanzkrise und vor allem der stärkeren konjunkturellen Abschwächung könnte das Neugeschäft in 2009 stärker als bisher angenommen unter Druck kommen. Auch die Emerging Markets würden Wachstumsabschwächungen aufzeigen, wo zuletzt expandiert worden sei. Die Immobilienmärkte würden zumindest einige Abschwächungstendenzen zeigen. Neue Wertberichtigungen könnten nicht ausgeschlossen werden.

Die Analysten der SEB bewerten die Aktie der Aareal Bank mit "strong buy". Wegen der anhaltenden Finanzkrise und der erwarteten Rezession würden sie das Kursziel auf von 22 EUR auf 10 EUR reduzieren. (Analyse vom 14.11.2008) (14.11.2008/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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